Als «Smartrider» unterwegs

11. Juni 2019 agvs-upsa.ch – Um Autofahrern den Nutzen von Fahrassistenzsystemen klar zu machen, lanciert die Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bfu) die neue Kampagne «Smartrider».

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jas. In einer Studie von 2017 zeigte sich, dass vier von fünf Schweizer Autolenkern Fahrassistenzsysteme (FAS) als sehr sinnvoll erachten und ihnen auch ein grosses Potenzial für die Verkehrssicherheit attestieren. Nur offenbarte die gleiche Studie ebenfalls, dass zwei von fünf Lenkern grundsätzlich skeptisch gegenüber FAS sind und glauben, dass sie fehleranfällig sind. Aufklärung tat daher dringend Not. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung hat sich deshalb zu einer Infokampagne entschlossen, um die cleveren Helfer einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Garagist wichtigster Ansprechpartner
In Anlehnung an die legendäre TV-Serie «Knight Rider» aus den 1980er-Jahren mit dem supersmarten, sprechenden Sportwagen K.I.T.T. heisst die Kampagne des Bfu «Smartrider». Die Website smartrider.ch bildet die Grundlage für die Informationskampagne. Hier werden unter anderem einzelnen Systeme mit Videotest vorgestellt. «Weitere Kommunikationsmassnahmen wie Broschüren und Kurse werden nächstes Jahr folgen», erklärt Projektleiterin Nadia Ingenhoff, «mit dem AGVS haben wir einen starken Partner, der unsere Botschaften an die Basis trägt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der Garagist der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Fahrassistenzsysteme ist.»

Die Systeme können die Verkehrssicherheit jedoch nur dann erhöhen, wenn der Lenker trotz Assistenten konzentriert unterwegs ist. «Die Verantwortung bleibt die ganze Zeit beim Fahrer», hält Ingenhoff fest, «er muss stets eingreifen können und seine Aufmerksamkeit entsprechend immer aufs Verkehrsgeschehen richten.» Selbst wenn Autowerbung heute oft suggeriert, dass wir bereits halbautonom unterwegs sind. Mit der «Smartrider»-Kampagne will die Bfu das Informationsbedürfnis der Schweizerinnen und Schweizer stillen, die sich vor dem Autokauf Anwenderberichte wünschen, die über Vorteile, Nutzen und Grenzen von FAS Auskunft geben. «Die Bfu hat im zukunftsträchtigen Entwicklungsfeld die Möglichkeit, sich als innovative und unparteiische Vermittlerin von Informationen zu positionieren», analysiert Nadia Ingenhoff.
www.smartrider.ch

Die sicherheitsrelevantesten Fahrassistenzsysteme
Intelligenter Geschwindigkeitsassistent: Er passt die Geschwindigkeit automatisch an, indem er zum Beispiel Tempolimits oder Strassenverläufe berücksichtigt.
Lichtassistent: Er steuert den Einsatz von Abblend- und Fernlicht. Beim Kurven- und Abbiegelicht richten sich die Scheinwerfer automatisch nach dem Fahrbahnverlauf.
Müdigkeitswarner: Er analysiert ununterbrochen das Lenkverhalten auf Anzeichen nachlassender Konzentration und warnt den Lenker bei Ermüdungssymptomen.
Nachtsichtassistent: Durch Infrarotkameras werden selbst bei Dunkelheit Personen, Tiere und Objekte erkannt und auf einem Display sichtbar gemacht.
Notbremsassistent: Er überwacht das Fahrzeugumfeld und bremst bei drohendem Auffahrunfall selbstständig ab oder verstärkt den Bremsdruck des Fahrers.
Einparkassistent: Er misst die Parklücke aus und lenkt das Fahrzeug automatisch in diese.
Spurhalteassistent: Er erkennt und reagiert auf Fahrspurmarkierungen. Nähert sich das Fahrzeug den Markierungen, warnt das System und/oder lenkt aktiv dagegen.
Spurwechselassistent: Er beobachtet entgegenkommende und auf der Nachbarspur befindliche Fahrzeuge. Setzt der Fahrer zum Spurwechsel an, prüft das System das Fahrzeugumfeld auf mögliche Gefahren.
Verkehrszeichenassistent: Er erkennt Verkehrsschilder, warnt bei zu hohem Tempo und hilft so die aktuelle Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.
Adaptiver Tempomat: Er hält die vom Fahrer eingestellte Geschwindigkeit, bremst und beschleunigt in Abhängigkeit zum vorausfahrenden Verkehr und kann so Auffahrunfälle verhindern.

 
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