Fehlender Wettbewerb verteuert Ersatzteile

2. November 2020 agvs-upsa.ch. – Ein Zuhörer hat sich beim Konsumentenmagazin «Espresso» über teure Ersatzschlüssel für das Auto beklagt. Grund dafür ist nicht die grosse Marge des Garagisten, sondern der mangelnde Wettbewerb bei den Anbietern.


Quelle: Istock

abi. Das Konsumentenmagazin «Espresso» von SRF 1 beschäftigte sich am Montag mit dem Thema Ersatzschlüssel für Fahrzeuge. Ein Zuhörer beklagte sich über die hohe Rechnung, die er von seinem Garagisten bekam, und sprach von einer «Frechheit» und «Verhältnisblödsinn». Der Grund: Er musste für einen Schlüssel knapp 500 Franken bezahlen – und kam damit laut «Espresso» noch gut weg. Ein neuer Schlüssel könne je nach Marke bis zu 1000 Franken kosten. Der «Blick» hat dazu übrigens kürzlich eine Übersicht veröffentlicht. 

Allerdings ist nicht die Marge des Garagisten Grund für die hohen Preise, wie im Beitrag zum Ausdruck kommt. Vielmehr sind es der grosse Programmieraufwand, um den Schlüssel sicher zu machen, und das Material – beispielsweise der Schlüsselrohling. Markus Peter, beim AGVS zuständig für Technik & Umwelt, konnte im Voraus «Espresso» einige Fragen zum Thema beantworten. Für ihn ist klar: «Da es sich bei Autoschlüsseln um sehr spezifische Ersatzteile handelt, gibt es dort nur wenig Wettbewerb.»

Er gibt ausserdem zu bedenken, dass es bereits heute Automodelle gibt, die keinen Schlüssel mehr benötigen. Geöffnet und betrieben werden sie mittels App. Noch steht diese Technologie aber am Anfang.

Zur «Espresso»-Sendung geht es hier.
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